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Musikmesse 2011
Bei Pepote könnte man sagen es bleibt alles gleich. Bekanntheitsgrad und Absatzzahlen der Cajones haben sich gut entwickelt und so gibt es keinen Anlass komplette Neuheiten zu präsentieren, sondern Modellpflege zu betreiben. Peter Hoffend hat uns auf der Musikmesse Frankfurt alle Modelle gezeigt und wir haben selbst ausprobiert.
Pepote Cajones: Elf an der Zahl
Noch ist das Dutzend nicht voll: Pepote bietet aktuell elf verschiedene Cajon-Modelle zu Preisen von 130 bis 880 Euro an, gemäß den UvPs aus dem aktuellen Produkt-Katalog. Wie immer ist es eine herzliche Begrüßung mit Peter Hoffend, der über Drumport den Allein-Vertrieb für Pepote´s in Deutschland macht. Leider haben wir den liebgewonnenen Peter Schuld, einen hervorragenden Multi-Percussionisten, nicht knuddeln können - er durfte sich den Tag Pause gönnen, an dem wir auf der Messe waren. Das Angebot war uns weitgehend bekannt, dennoch entdeckten wir ein interessantes Einzelstück mit der "Gitarren-Cajon", die vermutlich nicht in Serie geht, sich aber recht bequem sitzt und prima spielen lässt.
Einsteiger Cajones: Mia, Tia, Jaleo (color)
Bereits 2009 konnten wir eine Spaß-Session auf den Kinder-Cajones Pepote Mia machen, die in den Maßen 21 x 21 x 34 cm sowie 21 x 23 x 38 cm (BTH) für 131 Euro im Handel sind. Für ausgewachsene Beine und schlanken Geldbeutel bieten sich die Jaleo mit kompaktem Korpus und Mukaly Schlagfläche an (175 Euro UvP) oder ihre sieben farbigen Kollegen Jaleo Color (186 Euro). Die "weibliche" Form mit dezent rosafarbener Lackierung ist die Pepote Tia (197 Euro). Tia wie Jaleo werkeln mit quer zur Schlagplatte angeordneten Snare-Spiralen die bei mittlerer Ansprache für crispe Sounds sorgen. Der Bass tönt trocken und dumpf, nicht ganz so voluminös. Slaps sind dafür sehr prägnant und lassen sich gut variieren.
Eine Klasse höher angesiedelt - preislich wie in der Verarbeitung - sind die Modelle Basico (241 Euro) und Fiesta (285 Euro). Beide unterstützen den Spieler durch stark abgerundete Ecken und Mulden der Schlagflächen. Während die Basico mit einer Birkenholz-Schlagplatte einen trockenen und tiefen Bass sowie helle Snare- und Slap-Sounds erzeugt, zeigt sich die Fiesta mit Ebenholz-Schlagfläche ein wenig weicher und runder im Klangbild mit sensibler Ansprache und druckvollem Bass.
Mittelklasse Cajones: Estudio, Pro Estudio, Maxi
Richtig Spielfreude kommt mit den aus den Tests bereits bekannten Cajones Estudio (373 Euro) und Estudio Pro (439 Euro) auf, die konsequent in Details verbessert wurden. Beide bieten vertikal angeordnete Snare-Spiralen die für jede Seite einzeln einstellbar sind sowie ein Bassreflex-System sowie die Pepote typischen Rundungen und Einbuchtungen. Auch optisch stechen die Modelle durch ihre rundum perfekte Verarbeitung und aufwändige Intarsien-Verzierungen hervor. Nun gut, zählen tut in erster Linie der Sound - und der kann sich hören lassen:
Die Estudio hat einen präsenten, druckvollen Bass der prima vom Ton getrennt ist. Sensible Ansprache und durch die Imbuia Schlagfläche feine Nuancen im Obertonbereich. Demgegenüber ist die Pro Estudio etwas direkter, härter in ihren Äußerungen. Besonders die Snare geht mit etwas Schmackes geschlagen in Richtung "giftig" und erlaubt damit einen weiten Dynamik-Bereich.
Wer fette Bass-Sounds liebt, sollte unbedingt die Maxi (417 Euro) probespielen. Sie klingt wie ein Bass Cajon ohne ganz so ausladende Maße zu haben. Das Besondere: Das Bass-Reflex-System ist so ausgestaltet, dass du als Spieler zwei Bass-Zonen schlagen kannst. Einen normalen, weichen aber durchaus druckvollen Bass ... und etwas tiefer geschlagen einen Subbass der in die Magengrube geht. Damit die Snare demgegenüber nicht zu dünnhäutig daherkommt, sorgen 15 einstellbare Snare-Spiralen für den richtigen Sound. Die Sitzfläche der Maxi ist leicht nach hinten geneigt.
Highend Cajones: Maestro und Professional
Pepotes Maestro Cajon hatten wir bereits im ausführlichen Test und waren höchst zufrieden. Der massive Korpus aus Bibolo und die durch ihre natürliche Struktur des Ebenholzes leicht angerauhte Schlagfläche hast du zusammen mit den Rundungen und Buchten ein richtig gutes Spielgefühl und jederzeit die Kontrolle über deine Sounds. Ein optisches Highlight ist das Kistchen allemal und handwerklich ringsum perfekt. Nun gut, dafür legst du aktuell auch 549 Euro auf den Tisch. Als Gegenwert gibt es aber auch klanglich viel Spielraum mit sattem Bass, percussiven Sounds, klaren Slaps, Claps und vielen, vielen Nuancen bei sensibelster Ansprache. 2x 8 Snare-Spiralen, die sich für jede Seite separat einstellen lassen, hat die Maestro zu bieten.
Studio-Musiker bekommen finest Cajon-stuff mit der Pepote Profesional (879 Euro), die im Innern so bearbeitet wird, dass es keine parallelen Flächen gibt. Störende Resonanzen, Nachhall und ähnliches soll es damit nicht geben. Die passende Grenzfläche gibt es auf Wunsch ebenso dazu wie bauliche Änderungen, um den Sound den eigenen Vorgaben anzupassen.
Mehr Infos: Pepote - Drumport Homepage
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