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Der Snare Effekt bei Cajones wird unterschiedlich erzeugt. Das Prinzip ist aber immer gleich: Im Innern der Cajon liegt irgendetwas mit leichter Spannung an der Schlagplatte an, das beim Draufschlagen in Bewegung versetzt wird. Grob gibt es 3 Arten, um den Snare Effekt bei Cajones zu realisieren:
[1] Schnarrseiten bzw. Gitarrenseiten
Häufig verbreitet ist die Bauform, bei der 2 dicke Seiten wie ein "V" in ganzer Länge von unten bis oben an der Schlagplatte anliegen. Über einen Steg lässt sich die Spannung mit einem Imbusschlüssel regulieren. zB Meinl Headliner, Schalloch Cajones und Schlagwerk LaPeru arbeiten nach diesem Prinzip.
Die Anordnung kann aber auch anders ausfallen: Die peruanischen Cajones mit Snare-Effekt von aTempo oder Cajones von Ocana Artesana haben z.B. 3 diagonal hinter den Ecken verlaufende Schnarrseiten.
[2] Snare-Teppich oder -Segmente
Dieselben Snare-Teppiche die bei einer Snare-Drum eingesetzt werden, kann man zur Erzeugung des Sounds bei Cajones verwenden. Dazu wird zB. nach der Bauempfehlung von Arend-Schmid-Landmeier ein kompletter Snare-Teppich quer zur Schlagplatte angebracht.
Noch häufiger werden halbierte Snare-Teppiche eingesetzt. Die Schlagwerk CP404 nutzt diese auf einer Traverse, die durch einen Federmechanismus stets die gleiche Spannung hält.
Bei einfachen Cajones wird ein mittiges Teppich-Segment, bei den besseren zwei Segmente links und rechts wo auch die Hände schlagen genutzt. Es kann einfach an eine Dreiecksleiste der Oberkante geschraubt werden und hat durch den Anstellwinkel immer den erforderlichen Druck auf die Schlagplatte (zB. H-Box von Hage). Cajones von Senbare haben das Prinzip verfeinert und ermöglichen über eine zusätzliche Aufhängung mit Stellschraube die Variation des Anpressdrucks der Snare-Teppiche.
[3] lange Snare-Spiralen
Eine Mischung aus Schnarrseiten und Snare-Teppichen stellen lange Snare- bzw. Drahtspiralen dar, wie sie Pepote erstmalig in seinen Cajones einsetzte. Dieses Prinzip wird inzwischen auch von Schlagwerk in der Fineline-Serie genutzt. Sie sind ebenso verbaut wie Gitarrenseiten, es lassen sich aber mehrere parallel spannen und einzeln stimmen.
Es gibt andere Möglichkeiten einen Snare-Sound aus der Cajon zu zaubern, Sonor hat zB. einmal Bambus-Fächer genutzt. Diese Bauweisen sind eher die Ausnahme und in ihrer Verbreitung irrelevant gegenüber den oben genannten Varianten.
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