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Cajones & Percussion
Schalloch Percussion fertigt neben Congas, Djembe, Bongos und diverser Hand-Percussion auch Cajones. Wer sich öfter mal in Online-Stores oder Musikläden umschaut, weiß, dass Schalloch vor allem im günstigen Preissegment zu Hause ist. So auch bei dem getesteten Cajon-Modell, das für 95 Euro z.B. über thomann zu bekommen ist. Das Flame-Modell wird in zwei Varianten angeboten: Einmal mit naturbelassenem Korpus, einmal komplett in schwarz. Beiden gemein ist das auffällige Flammen-Design der Schlagfläche, das als gelb-orange bedruckte Folie auf die Eichenholz-Schlagfläche aufgebracht ist. Getestet wurde die schwarze Version, deren Korpus mit einem seidenmatten und sehr glatten Lack überzogen ist, mit dem sich das Cajon mehr nach Kunststoff als nach Holz anfühlt.
Verarbeitung: Detail-Mängel
Die rauhe Sitzfläche misst 29,5 x 30,5 cm, der Korpus ist 43,5 cm hoch. Mit den sehr großen, runden Gummi-Standfüßen (fest verschraubt) kommt das Cajon auf eine Sitzhöhe von 45 cm. Die Schlagplatte ist vollständig verschraubt, an der Schlagkante oben mit fünf Schrauben. Auf den zweiten Blick offenbaren sich hier und da Fertigungs-Mängel: So sind einige Schrauben der Schlagfläche nicht gerade versenkt, die Folie der Schlagfläche ist nicht überall deckungsgleich und an einer Stelle mit kleinen Bläschen aufgebracht. Es sind kleine Unsauberkeiten, aber sie sprechen nicht gerade für viel Sorgfalt bei der Fertigung. Ärgerlich ist der unterschiedliche Abstand der beiden oberen Randschrauben, über die man die Clap-Sounds trimmt: Rechts beträgt er 3,5 cm, links 3 cm zur Außenkante.
Das rückwärtige runde Schallloch hat einen Durchmesser von 13,25 cm und ist exakt mittig positioniert (Abstand zur Unter- und Oberkante jeweils 15 cm). Beim Blick in das Innere fällt einem nicht nur der „Made in Taiwan“ Aufkleber auf – es zeigt sich auch, dass die Konstruktion 1:1 einer meinl Headliner Cajon entstammt. Schalloch fertigt an sich meinl-Cajones, nur eben in etwas veränderter Optik und im billigen Ausland, um hierzulande günstige, aber bewährte Konstruktionen anbieten zu können. Dagegen spricht ja nichts, aber an der Qualitätssicherung muss offenbar noch gearbeitet werden.
Klang: Lagerfeuer-Romantik
Okay, ein Cajon ist nicht nur zum anschauen da. Also draufsetzen und losspielen. Vom Klang war ich ob der zuvor genannten Verarbeitungs-Mängel positiv überrascht. Der Bass tönt voluminös, die Snare-Effekte der Schnarrseiten kommen direkt und sind sauber vom Bass getrennt. Die Ansprache der Snare und Claps ist nicht sehr sensibel, aber vollkommen ausreichend. Eine „Klopper-Kiste“ ist die Schalloch Flame jedenfalls nicht. Die Obertöne sind hell, feine Nuancen sind der Schalloch nicht zu entlocken. Insgesamt ist der Sound prägnant, sehr in Richtung Schlagzeug. Die glatte Schlagfläche spielt sich angenehm und mit geringem Kraftaufwand. Das schlüpfrige Finish hat auch im Outdoor-Einsatz was Gutes: Dreck und Spritzwasser oder auch mal Glut vom Lagerfeuer können dem Cajon nichts anhaben.
Test Fazit:
Die Schalloch Flame ist ein preiswertes Einsteiger-Cajon mit Verarbeitungs-Mängeln, das kein fein nuanciertes Spiel zulässt . Dafür fällt die Kiste optisch auf und tönt mit voluminösem Bass und sauber getrennter Snare. Passt gut für Rock, Pop oder HipHop und jeden Outdoor-Einsatz.
Preis zum Testzeitpunkt: 95 Euro
Bezug: Musikläden, -stores z.B. thomann
Mehr Infos: Schalloch
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