Posted in Tests - Cajones & Percussion

So muss ein Cajon sein: Ordern, auspacken, lostrommeln. Der Sound vom Reference Cajon ist ab Werk eingestellt und weiß auf Anhieb zu überzeugen. Guter Preis, guter Sound – und damit eine klare Kaufempfehlung.
Test: Cajon Direkt Reference White Makassar
Das Cajon Reference Modell mit den Maßen 47 x 30 x 30 cm (HBT) hebt sich bereits optisch durch die helle Makassar Schlagfläche vom üblichen Cajon-Einerlei ab. Diese ist auf einen Buchenholz-Korpus geleimt, der mit einem Wachs-Finish den natürlichen Charakter des Instrumentes erhält. Die Verarbeitung ist ringsum tadellos, besonders gut fühlt sich die Schlagfläche an, bei der du schön die Holzstruktur fühlen und das Cajon bestens mit Besen spielen kannst.
Fix und fertig eingestellt
Strings spannen und abkleben, Snare-Teppiche dämpfen – all das brauchst du bei der Reference Cajon nicht zu machen. Das Kistchen kommt fertig eingestellt ins Haus. Einen Zugang in das Innere der Cajon gibt es durch den rückseitig tief liegenden und sehr schmalen Schallschlitz nicht – und den braucht es auch nicht. Der Boden ist mit Noppen-Schaumstoff ausgekleidet und der speziell für das Modell angefertigte Snare-Teppich quer über die gesamte Schlagplatte am oberen Rand der Cajon angebracht. Bei Cajon Direkt Percussion stimmt man alles aufeinander ab, damit der Sound ausgewogen ist und das auch lange so bleibt.
Tolle Sound-Nuancen
Die Ansprache ist recht sensibel und der Klang eine tolle Mischung aus warmen, tiefen Bässen und obertonreichen Rand-Sounds bis hin zu hellen Klicks an den Ecken der Cajon. Schlägst du den Bass etwas tiefer als normal wird er punchiger und trockener, bekommt dann aber auch einen leichten Snare-Anteil, den er sonst nicht hat. Viel Kraft musst du für sauber getrennte Sounds nicht aufwenden – und kannst die Snare schön rollen lassen oder auch giftige, sehr drum-ähnliche Snare-Sounds im HipHop-Stil spielen. Leises Spiel, lautes Spiel ... raschelnde Sounds, klar getrennte Sounds: die Reference Cajon entpuppt sich als vielseitiges Instrument mit viel Klang-Potential, behält dabei aber stets einen eigenen Charakter – wirklich schön. Auch die Seiten laden zum probieren ein und lassen sich für Akzente je nach Schlagtechnik einsetzen.
Einziges Manko im Bühneneinsatz: Wenn du das Cajon abnehmen möchtest, solltest du dich gleich für die Variante mit eingebautem AKG Grenzflächen-Mikrofon entscheiden die Cajon Direkt Percussion für 170 Euro Aufpreis anbietet. Die Grenzfläche wird wie die Snare-Teppiche eigens hergestellt und ist so nicht im Handel verfügbar. Durch den schmalen Schallschlitz und mangels einer entsprechenden Leiste kannst du kein Clip-Mic anbringen und musst mit Stativ und eventuell mehreren Mics arbeiten. Damit hast du zumindest den Vorteil, auch mit einem weniger opulent ausgestattetem Mischer ohne parametrische Höhen und weitere Sprerenzien mit einfacher Regelung von Höhen, Mitten und Bass-Regelung auszukommen.
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Soundsampe (von Cajon Direkt)
Cajonmania Fazit:
Spielspaß Out-of-the-Box: Ab Werk optimal eingestellt, leichte Ansprache und viele, viele Klangvariationen sind neben dem attraktiven Preis die Stärken der Reference Cajon White Makassar. Mit einem Preis von knapp 190 Euro (Stand Juni 2010) ein klarer Kauftipp für gehobene Ansprüche.
Anbieter: Cajon Direkt Percussion
Material: Korpus Buche | Schlagplatte White Makassar
Besonderheiten: Klang voreingestellt, kompletter Snare-Teppich quer liegend
Preis: knapp 190 Euro | optional mit AKG Mikrofon (170 Euro Aufpreis)
Das Cajon Reference White Makassar erhält für sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis den Cajonmania Best-Buy-Award.
Video eines Acoustic Gigs der UK-Band "PLAN B" mit Cajon Direkt "Kiste"
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